Starke Partner
Für sichere Maschinen und Prozesse
Risiko- und Gefährdungsbeurteilung
Allgemeines über Risiko- und Gefährdungsbeurteilung in der Industrie
EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
Mit der neuen EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG schrittweise ablöst und ab Januar 2027 vollständig anwendbar wird, gewinnt das Thema Sicherheit nochmals deutlich an Bedeutung. Die Verordnung präzisiert die Anforderungen an Konstruktion, Dokumentation und Konformitätsbewertung von Maschinen und legt zugleich strengere Vorgaben für digitale Aspekte wie Software, KI-Funktionen und Vernetzung fest.
Sowohl Hersteller als auch Betreiber sind verpflichtet, die Sicherheit ihrer Maschinen nachweislich zu bewerten, zu dokumentieren und fortlaufend sicherzustellen.
Risiko-und Gefährdungsbeurteilung
Die Risiko- und Gefährdungsbeurteilung ist ein wesentlicher Schritt für Sicherheit und Rechtskonformität im industriellen Umfeld. Der Hersteller führt eine Risikobeurteilung durch, um Gefährdungen an Maschinen bereits in der Konstruktion zu erkennen, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Der Betreiber erstellt eine Gefährdungsbeurteilung, die die tatsächlichen Einsatzbedingungen berücksichtigt und sicherstellt, dass die Maschine im Betrieb sicher verwendet wird.
Beide Verfahren tragen gemeinsam dazu bei, Risiken frühzeitig zu identifizieren und den Schutz von Mitarbeitenden, Prozessen und Investitionen zu gewährleisten.
CE-Kennzeichnung
Eine professionelle Risikobeurteilung des Maschinenherstellers bildet die Grundlage für die CE-Kennzeichnung und unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Anforderungen effizient umzusetzen. Die CE-Kennzeichnung macht die verbriefte Sicherheit in maschinengestützten Umgebungen sichtbar und bestätigt, dass eine Maschine die europäischen Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen erfüllt. Mit der neuen EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die die bisherige Maschinenrichtlinie ablöst, werden diese Anforderungen weiter präzisiert und erweitert. Dabei betrifft die Verordnung nicht nur Maschinen selbst: Auch Hersteller von Schutzzaunsystemen müssen die festgelegten grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen einhalten, sofern ihre Produkte als sicherheitsrelevante Schutzeinrichtungen eingesetzt werden. Auf diese Weise trägt die Verordnung zu einem durchgängig hohen Sicherheitsniveau im industriellen Umfeld bei.
SEIS MAQUINARIA, S.L
SEIS MAQUINARIA, S.L. ist ein in Spanien ansässiges Unternehmen, das sich auf Sicherheit im industriellen Maschinenbau spezialisiert hat. Das Expertenteam von SEIS verbindet umfassendes technisches Know-how mit langjähriger Erfahrung in Beratung, Projektumsetzung und Schulung in den Bereichen Maschinensicherheit und Arbeitsschutz.
Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung, Bewertung und Optimierung von Sicherheitssystemen, die sowohl den Arbeitsschutz als auch eine hohe Betriebseffizienz gewährleisten. Die Ingenieurinnen und Ingenieure von SEIS analysieren Maschinen und Prozesse, identifizieren potenzielle Risiken und realisieren maßgeschneiderte technische Lösungen – von Sicherheitsvorrichtungen und Verriegelungssystemen bis hin zu ganzheitlichen Schutzkonzepten gemäß europäischen Richtlinien und nationalen Vorschriften.
Hoogewerf Safety Solutions
Hoogewerf Safety Solutions bietet maßgeschneiderte Dienstleistungen für eine sichere, gesunde und gesetzeskonforme Arbeitsumgebung. Das Expertenteam verfügt über umfassende Erfahrung in Maschinensicherheit, Arbeitsbedingungen sowie Sicherheitsverhalten und -kultur. Das Leistungsangebot umfasst Beratung zu gesetzlichen Anforderungen, CE-Koordination, Risikobeurteilungen, Sicherheitskonzepte, Prüfungen, Quick Scans, technische Dokumentation und TÜV-zertifizierte Schulungen. Mit tiefgehender Fachkenntnis, ganzheitlicher Betreuung und hoher technischer Kompetenz werden effiziente und praxisorientierte Sicherheitslösungen entwickelt. Hoogewerf Safety Solutions ist Teil von Hoogewerf Engineering mit interdisziplinärem Fachwissen.
Phoenix Contact
Unter einer globalen Dachmarke bietet Phoenix Contact innovative Produkte, Lösungen und Digitalisierungskompetenzen für die Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Damit befähigt das Familienunternehmen die Industrie und die Gesellschaft bei der Transformation in eine nachhaltige Welt mit langfristigen Wachstumsperspektiven für alle. Das Kerngeschäft ist in drei Geschäftsbereichen organisiert. In neuen Geschäftsfeldern werden auch jenseits des Kerngeschäfts Potenziale der Digitalisierung, Elektrifizierung und der veränderten Mobilität erschlossen. Mit richtungsweisender Verbindungs- und Automatisierungstechnik entwickelt Phoenix Contact gemeinsam mit Kunden und Partnern Lösungen für die Welt von morgen.
Neben dem Produkt- und Lösungsgeschäft bietet Phoenix Contact seinen Kunden ein umfangreiches Portfolio an Beratungs-, Engineering- und Inspektionsleistungen sowie Seminaren an. Sämtliche Leistungen sind unabhängig von bestimmten Produkten konzipiert und unterstützen Kunden bei der Umsetzung europäischer und nationaler Gesetze sowie Normen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Industrial Security, CE-Kennzeichnung, Arbeitssicherheit und Prozesssicherheit.
Hersteller von Sicherheitsschaltern
Allgemeines Sicherheitsschalterwissen
Fluchtentriegelung
Die Fluchtentriegelung muss im Gefahrenfall das Entsperren ohne Hilfsmittel vom Gefahrenbereich/ von der Maschinenseite aus ermöglichen. Die Einrichtung muss handbetätigt sein und zwangsläufig auf das Sperrmittel wirken. Die Betätigung muss zu einer permanenten Blockierung der Zuhaltung führen (siehe auch Hilfsentriegelung).
Notentriegelung / Notentsperrung
Die Notentsperrung dient dem Entsperren einer Zuhaltung im Notfall. Die Entsperrung kann dabei ohne Hilfsmittel von der Zugangs-/Außenseite aus vorgenommen werden. Bei der Notentsperrung rastet der Schalter in der entsperrten Stellung ein und kann nur mit einem reparaturähnlichen Aufwand in die Ausgangsstellung zurückgesetzt werden.
Safety Integrity Level (SIL)
Safety Integrity Level (Sicherheitsintegritätslevel) ist der Level, der die Wahrscheinlichkeit beschreibt, dass ein sicherheitsbezogenes System die geforderten Sicherheitsfunktionen unter allen festgelegten Bedingungen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes anforderungsgemäß ausführt. Man vergleicht hierzu den zu erreichenden Safety Integrity Level (SILr; das „r“ steht für „required“) mit dem „eigentlichen“ SIL, der erreicht wird.
Hilfsentriegelung
Beim Versagen einer Zuhaltung kann diese mit einer Hilfsentriegelung von der Zugangs-/Außenseite aus entsperrt werden. Das Entsperren erfolgt dabei mit einem Werkzeug oder einem Schlüssel. Die Hilfsentriegelung sollte gegen Missbrauch gesichert sein (Plombe, Verlackung).
Performance Level (PL)
Diskreter Level, der die Fähigkeit von sicherheitsbezogenen Teilen einer Steuerung spezifiziert, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen (Definition nach Norm DIN EN ISO 13849). Einfacher gesagt, ist der Performance Level ein Maß für die Zuverlässigkeit einer Sicherheitsfunktion. Man unterscheidet zwischen dem zu erreichenden Performance Level (PLr; das „r“ steht für „required“) und dem „eigentlichen“ PL, der tatsächlich erreicht wird. Es gibt fünf Performance Levels, die für unterschiedliche Restrisiken stehen.









